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Fürst Reisegast

Busreise Schweiz – Panoramabahnen – ein Höhepunkt meines Lebens

Von: Richard Bumberger StD a.D. 21.07.2017

Schweiz Panoramabahnen Matterhorn – Centovalli – Mont Blanc mit Fürst Reisen und Busfahrer Günther Kölbl 05.07. – 09.07.2017

… die Schweiz … Vorstellungen von hohen, schneebedeckten Bergen, saftigen Almwiesen mit glücklichen Kühen, dunkle, bewaldete Täler mit reißenden Bächen, fleißig arbeitende, reiche Bevölkerung und Heidi mit Peter und dem Großvater … Wir wollen es genauer wissen!

Tag 1: Anreise

Wir fahren über München, Bregenz in die Schweiz. Weiter geht es an Lichtenstein vorbei, Walensee und dem östlichen Zürichersee (Obersee) nach Einsiedeln. Dort besichtigen wir mit  Aufenthalt die Stiftskirche Einsiedeln mit dem Marienkloster. Der Innenraum der Kirche sind reichlich mit spätbarocken Elementen verziert. Neben vielen Baukünstlern hat auch C.D. Asam seine herrlichen Deckenfresken in der Kirche gemalt.

Weiter geht es an den Urner See, einem Fortsatz des Vierwaldstätter Sees. Dort machen wir bei der Tellskapelle einen Fotostopp. Unser Busfahrer und Reiseleiter Günter Koibl beeindruckt uns durch sein enormes Wissen über die geschichtliche Gründung der Schweiz und den Eigenheiten der jetzt bestehenden Kantone. Schade, dass man sich das alles nicht so schnell merken kann. Ein keines, knappes Skriptum wäre nicht schlecht!

Als nächstes Ziel und Aufenthalt steuern wir den Grimselpass mit dem Grimselsee an. Ein tolles Panorama mitten im Hochgebirge. Ein kurzer Spaziergang zum Hotel Grimselblick und ein Besuch bei den Murmeltieren tut unseren Beinen gut. Wir sind im Wallis. Über einen atemberaubenden steilen Berghang führt die Straße über viele Serpentinen hinab ins Tal nach Gletsch. Ein Lob für unseren stets sicher fahrenden Busfahrer! Wir erreichen durch das Rottental ( Rohnetal ) das Endziel, unser Hotel „Good Night Inn“ in Brig. Abends geht es mit dem „Kleinen Simplon Express“ durch teils sehr enge Gassen von Brig. Bei dieser Info-Fahrt hören wir etwas über die Stadt Brig.

Tag 2: Matterhorn

Der Traum wird heute wahr. Endlich sehen wir das Matterhorn. Nach kurzer Fahrt an der Rohne fahren wir bei Vips durch das Mattertal hinauf in die lang ersehnte schweizerische Hochgebirgs-Bergwelt.  Aber diese Welt kann auch  gefährlich werden. Wir sehen die Auswirkungen eines früheren Felssturzes bei Randan, der die Landschaft im Tal und die Verkehrswege verändert hat. Bei Täsch ist mit dem Bus Endstation und wir müssen mit der Matterhornbahn nach Zermatt weiter fahren. Während der anschließenden Zahnrad-Bahnfahrt zeigt sich auf halber Höhe plötzlich das Matterhorn in seiner ganzen Pracht. Wir haben das Glück, dass ein Kaiserwetter, also nur blauer Himmel vorhanden ist. Bei der Bergstation auf dem Gornergrat 3136 m angekommen zeigt sich ein großartiges, wolkenfreies Panorama. Nicht nur das Matterhorn mit 4478 m, sondern auch der größte Berg der Schweiz, der Dom 4554 m ist ganz klar zu erkennen. Die Bergspitzen leuchten mit sauberem Schneeweis. Leider sieht man unten auch schmutzige Gletscherzungen, ein Folge der Klimaveränderung. Auf einer abwärtsführender Wanderung, vorbei am idyllisch gelegenen Riffelsee gelangen wir auf die Station Rotenboden 2815 m. Abseits des Touristenrummels erleben wir ein beeindruckendes, ruhiges Hochgebirge mit seiner einzigartigen Flora. Nach einem kurzen Rundgang in Zermatt fahren wir wieder zu

Tag 3: Mont Blanc

Ein erneuter Traum wird heute wahr. Wir werden den Mont Blanc sehen. Über Sion fahren wir zum Forclaz Pass an die französische Grenze. Durch die Busfenster sehen wir schon die mächtigen, schnee- und eisbedeckten Berge um das Mont Blanc-Massiv. Von dem Wintersportort Chamonix aus tragen uns 2 Seilbahnen auf die Bergspitze des Aiguille du Midi in 3842 m. Die obere Seilbahn besitzt eine außergewöhnliche Steigung. Auf den verschiedenen Terrassen bietet sich heute bei Königswetter, blau mit Wolken, ein grandioser Blick über die Fels- und Eisriesen. Über eine Fußgängerbrücke erreichen wir den Nordgipfel und können auch dort gefahrlos in alle Richtungen blicken. Auch ein Skywalk vermittelt für viel Geld einen 1000 m senkrechten Blick nach unten. Eine Seilschaft mit Bergsteigern in der Schneewand zu entdecken ist ein Glückstreffer für uns. Die Lufttemperaturen am Berg sind sehr niedrig und so können wir uns unten in Chamonix wieder etwas aufwärmen. Bei der Rückfahrt machen wir Station in Raron. Die sehenswerte Felsenkirche bietet einen Ort der meditativen Ruhe. Oben an der Südseite der Kirche befindet sich ein schlichtes Grab von Reiner Maria Rilke gest. 1926. Auch Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat diesen Ort schon besucht.

Tag 4: Lago Maggiore

Heute ein Kontrastprogramm zur großartigen Bergwelt. Wir steuern das Ziel, die Stadt Stresa am Lago Maggiore an.

Über den Simplon-Pass 2005 m mit dem Simplon-Adler fahren durch die Gondoschlucht in die italienische Stadt   Domodossola. Dort besteigen wir eine Schmalspurbahn, die Centovallibahn. Auch der schweizerische Reiseleiter begleitet uns und erzählt uns in typisch Schweizer Art viel über sein Land und deren Leute. Die Bahntrasse schlängelt sich durch die wildromantischen Gondoschlucht. Leider sind viele Ausblicke verwachsen. In Locarno angekommen erholen wir uns von der südliche Hitze am Langen See, dem Lago Maggiore. Weiter geht es in unzähligen Kurven an der Küste entlang nach Stresa. Es herrscht typische Bade- und Urlaubstimmung. Eis schlecken, etwas trinken, durch die Altstadt bummeln, die gepflegte große Promenade mit den vielen Blumen genießen, jeder konnte etwas genießen. Zurück nach Brig fuhren wir mit dem Bus. Wir freuen uns schon auf das immer sehr geschmacklich gute Abendessen des Hotels

Tag 5: Heimreise

Eine lange Heimreise steht uns bevor. Bei Gletsch fahren wir Richtung Furka-Pass zum Hotel Belvedere am Rhonegletscher mit Eishöhle. Dort kurzer Stopp und dabei entsteht unser Gruppenfoto mit dem Fürstbus. Über Andermatt, Chur erreichen wir bei Maienfeld das touristisch gestaltete Heidiland. Der letzte Höhepunkt war die Fahrt durch Liechtenstein. Damit haben wir 6 Länder befahren, meinte Günther. Über St. Anton und Innsbruck geht es Richtung Heimat.

Großen Dank und Respekt für die Leistungen unseres Busfahrers Günther Kölbl.

Richard Bumberger StD a.D.

PS: Diese Fahrt war für mich persönlich ein Höhepunkt meines Lebens, weil ich zum ersten Mal die Hörnlihütte am Fuße des Matterhorns sah. Meine Eltern haben 1954 das Matterhorn dort teils bestiegen.

 

 

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